Arabesque

4. Philharmonisches Konzert 2018

Freitag, 15. Juni 2018, 19:30 Uhr
Theater im Kurgastzentrum

LUDWIG THUILLE
Romantische Ouvertüre op. 16

LOUIS SPOHR
Konzert für zwei Violinen und Orchester Nr. 2 b-Moll op. 88

NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOFF
„Scheherazade“, Sinfonische Dichtung op. 35

 

Ingolf Turban & Anna Sophie Dauenhauer, Violine
Bad Reichenhaller Philharmoniker
Dirigentin: Cornelia von Kerssenbrock

Die Sehnsucht nach dem Meer, die Träume aus tausend und einer Nacht, die Brillanz eines Teufelsgeigers – romantisch begonnen, dramatisch erlebt, prachtvoll beendet. Der Zauber des Orients verschmilzt mit europäischer Emotion.

Einführungsvortrag um 18:45 Uhr
mit Mag. Dr. Stephan Höllwerth

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Arabesque

Ludwig Willhelm Andreas Maria Thuille wurde 1861 in Bozen geboren, also 3 Jahre vor Richard Strauss, mit dem ihn eine Freundschaft verband. Seine Studien schloss er in München bei Joseph Gabriel Rheinberger ab, dessen Nachfolger er als Professor für Komposition wurde. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt auf Kammermusik und Bühnenwerken und werden der Spätromantik zugeordnet. Dass er eine der prägenden Figuren des Münchner Musiklebens um 1900 war zeigt sich eindrucksvoll in seiner „Romantischen Ouvertüre“, die am Beginn dieses Konzertabends steht.

Louis Spohr, geboren 1784 in Braunschweig, galt neben Niccolo Paganini als der größte Geiger seiner Zeit und bis zum Beginn der Romantik als der „bedeutendste lebende Komponist“. Völlig zu Unrecht ist er heutzutage etwas ins Hintertreffen geraten. Umso erfreulicher, dass sein Konzert für zwei Violinen und Orchester im Mittelpunkt des 4. Philharmonischen Konzertes steht. Hier zeigt der Verfasser einer bis heute in hohem Ansehen stehenden Violinschule seine ganze kompositorische Genialität mit aller „Elegie und Pathos“, die ihm zu eigen waren.

 

Ingolf Turban (c) by Hartmut Poestges 2017

Anna Sophie Dauenhauer

 

Aus dem Jahr 1888 stammt Nikolai Rimski-Korsakoffs sinfonische Dichtung Scheherazade. Die volle Pracht des Orients zeigt sich in einer farbenfrohen Instrumentierung und einer wahrhaft bezaubernden bis wuchtigen Tonsprache. Was sich in den Geschichten von „Tausend und einer Nacht“ auf viele Episoden verteilt, bündelt Rimski-Korsakoff in faszinierender Intensität zu einem überwältigenden Musikerlebnis. Nie hat man die Weite des Meeres so intensiv erlebt, selten Bilder und Emotionen so plastisch buchstäblich erfahren können.

Die Bandbreite des 4. Philharmonischen Konzertes ist kaum zu überbieten – ein wahres musikalisches Feuerwerk!

 

abschluss