titanen

6. Philharmonisches Konzert 2017

Freitag, 27. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Theater im Kurgastzentrum


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PETER I. TSCHAIKOWSKY
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

JEAN SIBELIUS
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Solist: Ulrike Payer, Klavier
Bad Reichenhaller Philharmonie
Dirigent: Christian Simonis

Titanen sind das Urbild für Macht und Größe, aber auch für Scheitern und Untergang. Monumente, die von einem Augenblick auf den anderen vergehen. Ihre Herrlichkeit trägt das Verblassen in sich. Musik ist Leben – im Werden und Vergehen.

Einführungsvortrag um 18:45 Uhr
mit Mag. Dr. Stephan Höllwerth

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„ausbruch“

 

IN DER GRIECHISCHEN MYTHOLOGIE sind die Titanen ein mächtiges Göttergeschlecht, das in der „goldenen Ära“ herrschte. Übertragen auf die Musik stehen sie für Komponisten oder Werke, die ihre Zeit prägten und bis heute nichts von ihrer Bedeutung und Faszination verloren haben.

Das gilt in besonderer Weise für Tschaikowskys grandioses 1. Klavierkonzert. Als erstes Konzert überhaupt wurde die Einspielung mit Van Cliburn bereits 1961 über eine Million Mal verkauft und es gilt heute als das meist eingespielte Konzert überhaupt. Schon das Eingangsthema des ersten Satzes mit seinen wuchtigen, über alle siebeneinhalb Oktaven reichenden Akkorden, zieht den Hörer sofort in einen magischen Bann, dem man sich über das ganze Konzert hinweg nicht mehr entziehen kann. Der Pianist der Uraufführung, Hans von Bülow, nannte es „ein herrliches Kunstwerk, hinreißend in jeder Hinsicht“. Ulrike Payer gilt als eine der „vielseitigsten Pianistinnen unserer Zeit“ und spielt den kräftezehrenden Solopart unter der Leitung von GMD Christian Simonis.

Zu Jean Sibelius’ 2.Sinfonie schreibt 1965 der Reclam-Konzertführer: „Das Werk zeigt alle Vorzüge seines Stils: Kraft, herbe Farbgebung, ernstes Pathos, Naturverbundenheit. Als bedeutend erweist sich Sibelius’ Fähigkeit, aus kleinen Motiven in allmählichem Wachstum große packende Bilder werden zu lassen.“ Kein Wunder also, dass diese Sinfonie 2009 beim „ABC Classic 100 Symphony Countdown“ von allen Sinfonien überhaupt auf dem neunten Platz landete. Vielleicht spielt für diese Popularität eine Rolle, dass Sibelius „Wärme und Besinnlichkeit“ aus einem Aufenthalt im italienischen Rapallo einfließen lies, wie Barry Millington zur Gesamtaufnahme der Sibelius-Sinfonien unter Simon Rattle vermerkt. Sicher aber wirkt sie im Erleben der Zuhörer besonders durch ihr grandioses Finale nach.

Bei den „Titanen“ im 6. Philharmonischen Konzert der Bad Reichenhaller Philharmonie treffen konzertante Brillanz und sinfonische Wucht in kongenialer Weise aufeinander – ein Titanentreffen der herausragenden Art!

 

abschluss